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Ex-„Söhne Mannheims“-Musiker Martin Kilger: Von Hamburg auf die Alpe Stubental bei Jungholz

Martin Kilger

Vor zweieinhalb Jahren wollte Martin Kilger (40) weg aus der Stadt. Von Hamburg zog der Pop-Musiker und Filmemacher ins Allgäu. Auf der Alpe Stubental in Jungholz, beim Allgäuer Hüttenwirt und Punkrocker Karl Gehring, arbeitet er an seinem fünften Album „Neue Heimat“.

„Das Leben hier in den Bergen bedeutet für mich, in einer neuen Heimat geborgen zu sein und mich entfalten zu können,“ erzählt Martin Kilger und lässt den Blick über das Alpenpanorama schweifen. Ruhig ist es an diesem Vormittag Ende April, idyllisch. Wir sind zu Gast auf der Alpe Stubental, sitzen auf der Terrasse und genießen die Aussicht.

Ein gitarrenförmiger Laib Käse: ein Omen?

Hier lebt und arbeitet Martin Kilger. An Filmprojekten und als Musiker. Dass er dort gelandet ist, verdankt der gebürtige Schwabe aus der Nähe von Heidelberg und Mannheim einer zünftigen Urlaubs-Partynacht auf der Kappeler Alp nahe Pfronten. Und einem Laib Käse – in schicksalshaft bezeichnender Form einer Gitarre.

Denn in jener Nacht vor etwa fünf Jahren lernt Martin Kilger Hüttenwirt Karl „El Carlos“ Gehring kennen. Es wird zusammen musiziert und gefeiert. Irgendwann steht Karl auf und holt einen gitarrenförmigen Käse aus dem Keller, den er selber gemacht hatte.

Aus „Jux und Tollerei“ schlägt Martin Karl vor: „Darüber mach ich mal einen Film.“ Denn obwohl vor allem die Musik schon immer eine große Rolle in Martins Leben spielt, hat er Film studiert. Etwa 15 Musikvideos der „Söhne Mannheims“ hat er produziert und war lange Zeit als Keyboarder Teil dieser Band aus seiner Heimatregion.

Der Anfang einer neuen Heimat

Zurück in Hamburg, wo Martin gerade an seinem vierten Solo-Album arbeitete, erhielt er einige Zeit später einen Anruf. Es war Karl. „Ich hab ihn überhaupt nicht verstanden, aber ich wusste ungefähr, was er sagt“, lacht Martin. Ob er nicht zum Filmen vorbeikommen wolle. Denn Karl wollte wieder Käse machen.

Obwohl Martin zuerst absagte, konnte Karl ihn schließlich überzeugen. Einige Wochen später reiste Martin Kilger zurück ins Allgäu. „Ich hätte nie gedacht, dass es der Anfang einer neuen Heimat für mich ist. Aber das war’s.“ Aus dem geplant zehnminütigen Film wurde eine dreiviertelstündige Dokumentation. Für Martin Kilger war das Projekt ein Schlüsselerlebnis, durch das er Land und Leute kennen und lieben gelernt habe.

Und das Allgäu lässt ihn nicht mehr los. Zurück in der Hansestadt merkt Kilger, dass er sich dort nicht mehr wohl fühlt. Zu hektisch, zu eng, zu anstrengend sei ihm die Stadt geworden. „Ich hatte zwar das Gefühl, dass ich produktiv bin, aber das gar nicht so richtig leben und genießen kann“, erzählt Martin.

Es folgt „der harte Cut“: Nach der Veröffentlichung seines letzten Albums „Leon“ im Jahr 2013 lässt Martin Kilger das Stadtleben hinter sich. Er zieht „in die Berge“, ins Allgäu. Dort unterstützt er Karl Gehring auf der Kappeler Alp, sowohl künstlerisch und musikalisch als auch im Hüttenalltag. Für Martin Kilger eine ganz neue Lebensqualität: „Das kannst du mit keinem Geld der Welt bezahlen.“

Punkrock trifft auf Volksmusik: Eine Quelle der Inspiration für den Pop-Musiker

Anfang Mai 2015 übernimmt Karl Gehring die Stubental-Alpe nahe Jungholz, wo wir Martin ein Jahr später treffen. Für ihn ist es „ein total kreativer Ort.“ Denn Karl Gehring verleiht der Alpe einen ganz eigenen, schrägen Charme. Hier treffen Tradition und Kontroverse aufeinander, Punkrock trifft auf Volksmusik. „Diese Stilvielfalt bereichert mich,“ sagt Martin.

Für die Hausband der Alpe Stubental „Kein Trio Allgäu“ hat der Pianist und Keyboarder Bassspielen gelernt. In Karl Gehrings Punk-Band „El Carlos“ spielt er Gitarre. Die Vielfalt an Instrumenten, die Martin Kilger hier erlernt hat, bietet ihm ganz andere Möglichkeiten beim Songwriting und mehr Entfaltungsmöglichkeiten.

Es ist also nicht verwunderlich, dass Martin Kilger seiner „neuen Heimat“ ein ganzes Album widmet. Viele der Lieder behandeln seinen Neubeginn. Im Vergleich zur Stadt fühle er sich als Pop-Musiker aber auch als Exot, hier im Allgäu. Doch das sieht Martin Kilger positiv: „Ich hab viel mehr Freiraum mich musikalisch auszuprobieren und meinen eigenen Sound zu finden.“

Das Album „Neue Heimat“ erscheint Ende des Jahres. Wer Martin Kilger live sehen will, kann das beim Festival „Hallo Vieh“ am 4. und 5. Juni 2016 auf der Alpe Stubental.

Trauermarsch für den in Kaufbeuren getöteten Devran (23)

Devran (23) wurde Opfer einer Messerattacke

Ein Trauermarsch für den vor vier Wochen getöteten Devran findet am kommenden Sonntag in Kaufbeuren-Neugablonz statt. Das berichtet die Allgäuer Zeitung.

Der 23-Jährige wurde bei einer Messerattacke vor einer Bar in Neugablonz schwerst verletzt, nachdem er als Unbeteiligter in einen Streit in dem Lokal verwickelt worden war. Er starb kurz danach im Klinikum. Sein Freund wurde bei der Auseinandersetzung verletzt. Die Polizei verhaftete den mutmaßlichen Täter nach kurzer Fahndung.

Der Friedenmarsch am Sonntag, 15. Mai, an dem auch Vertreter der Stadt und des türkischen Generalkonsulats in München teilnehmen wollen, beginnt um 10 Uhr am Kaufbeurer Innovapark, führt über die Sudetenstraße zum Tatort und endet am Neuen Markt, wo eine Abschlusskundgebung stattfinden soll. Gerechnet wird mit mehreren tausend Teilnehmern.

Über 12.000 Besucher feiern an drei Tagen „Go to Gö“ in Görisried

Go to Gö am 7. Mai

Im 5.000-Personen-Zelt am Ortsrand von Görisried sprudelte Samstagnacht sieben Stunden lang Musik aus den Lautsprechern. Neben lokalen DJs wie Sina Klaizer aus Kempten trat auch ein Megastar der Szene auf: DJ Lost Frequencies. Das berichtet die Allgäuer Zeitung.

Der Belgier landete mit „Are You With Me?“ einen Riesenhit, auch in den deutschsprachigen Ländern. 135 Millionen Mal ist er auf Youtube angeklickt worden. In Görisried trat er 90 Minuten lang auf, um die 4.000 Besucher in Bewegung zu bringen – mit eher ruhigen Klängen.

Getanzt wurde übrigens nicht nur vor der Bühne, sondern im ganzen Zelt. Die Stimmung war prima. Was die Organisatoren um Josef Guggemos natürlich freute. „Lost Frequencies hat gebracht, was wir von ihm erwartet haben“, sagte er. Seine Gesamtbilanz beim Abbau am gestrigen Sonntag lautete: „Alles gut!“ Über 12.000 Besucher kamen zu den drei Go-to-Gö-Abenden, um fröhliche Partys zu feiern.

8.200 Fans bei „Go to Gö“: Die Bands Madsen und SDP rocken an zwei Abenden das Festival-Zelt

Go to Gö: Freitag mit Madsen, Itchy Poopzkid und Barbed Wire

Ein weithin sichtbares Zelt mit acht Masten und 2.400 Quadratmeter Partyfläche – es war angerichtet für „Go to Gö“. Das seit 1993 stattfindende Musikfestival am Ortsrand von Görisried (Ostallgäu) startete am Freitag mit einem rockig orientierten Teil. Das berichtet die Allgäuer Zeitung.

Die Bands Madsen, Itchy Poopzkid und Barbed Wire heizten zum Auftakt 3.000 Besuchern ein. Mehr Zuspruch fand der zweite Teil am Samstag, bei dem Party-Fans auf ihre Kosten kamen. 5.200 Besucher erlebten die Gruppen SDP, Losamol und Troglauer Buam.

Doch viel mehr wollten dabei sein. „Der Andrang war so groß, dass wir das Zelt aus Sicherheitsgründen schließen mussten“, sagt Festivalchef Josef Guggemos.