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Schwabmühlhausenerin finanziert behindertengerechtes Auto mit Cocktails

Matthias Schalla

a2Heike Biechele von der Unteren Mühle in Schwabmühlhausen hat es geschafft. Die auf einen Rollstuhl angewiesene „Mischhka“ Liskova kann wieder Auto fahren und hat dies zu einem großen Stück einem ganz besonderen Cocktail zu verdanken. Ein Cocktail ist üblicherweise ein Mischgetränk mit mindesten zwei Zutaten.

Für Michaela Liskova, von ihren Freunden liebevoll „Mischhka“ genannt, bedeutet ein Cocktail allerdings ab sofort wesentlich mehr. Die junge Frau sitzt nach zwei Infarkten der Wirbelsäule im Rollstuhl. Und als Heike Biechele von der Unteren Mühle in Schwabmühlhausen auf ihr Schicksal aufmerksam wurde, beschloss sie, spontan zu helfen, berichtet die Buchloer Zeitung.

„Ich werde so lange Spenden sammeln, bis sich Mischhka ein behindertengerechtes Gebrauchtauto kaufen kann“, versprach sie und rief die Aktion „Ein Cocktail für Mischhka“ ins Leben. Die Zutaten des Mischgetränks waren so gelungen, dass nach rund drei Monaten Mischhka ab sofort wieder mobil ist.

Extrem-Enduro-Fahrer Philipp Scholz im Interview

Yana Stancheva

Im Alltag Stahlbetonbauer, in der Freizeit auf Motorrad-Rennen in Portugal, Brasilien, Italien oder der Türkei offroad unterwegs. Philipp Scholz ist 24 Jahre alt und kommt aus Dietmannsried. Er fährt jetzt die fünfte Saison Extrem-Enduro. Wir haben mit ihm über den Sport und die Extreme gesprochen.

Was ist Extrem-Enduro?
Philipp: Extrem-Enduro kann man am besten so erklären dass wir unser Motorrad auch öfter mal schieben oder über Baumstämme, Steine oder andere Hindernisse heben.

Wie kam es dazu, dass du auf einen Motorrad „durch Dreck“ fährst?
Philipp: Ich komme eigentlich vom Trialsport. Trial bin ich zehn Jahre lang gefahren und dann hab ich auf Enduro gewechselt. Motorrad im Dreck fahr ich, weil ich es einfach toll finde, wenn man sich an verschiedene Bodenarten, -härten und Gelände-Eigenschaften anpassen muss.

Was fasziniert dich daran genau?
Philipp: Diese weiten Strecken, die wir zurücklegen. Bei manchen Rennen sind es bis zu 180 Kilometer offroad am Tag. Meistens ist bis fünf Kilometer vor dem Ziel immer noch nichts entschieden. Der Sportler kann sich zum Beispiel immer noch verfahren, eine Panne haben oder plötzlich erschöpft sein. Diese Erschöpfung, die ich nach einem Rennen spüre, ist ein unglaublich befriedigendes Gefühl.

Wie finanzierst du deinen Sport?
Philipp: Ein Motorrad kostet neu etwa 8.000 Euro. Ich verfahre im Jahr etwa 1.500 Liter Benzin und sitze etwa 450 bis 500 Stunden auf dem Motorrad. Die Kosten für Verschleißteile sind sehr hoch. Deshalb habe ich Sponsoren für Reifen, Ersatzteile oder Ausrüstung.

Auf was bist du besonders stolz?
Philipp: Im April habe ich beim Minas Riders in Brasilien den vierten Platz belegt. Das ist mein bestes Ergebnis bei einem Hard Enduro. Besonders stolz bin ich auf einen 5. Platz 2013 in der Türkei beim Red Bull Sea to Sky. Oder auch auf einen 7. Platz bei der Red Bull Romaniacs Rally 2014 und 2015.

Auf was arbeitest du mit deinem Sport hin?
Philipp: Ich versuche meinen Sport so lange wie möglich auf diesem hohen Niveau zu betreiben. Ich hab viele Freunde im Enduro-Sport, die noch mit über 40 auf sehr guten Niveau mithalten und dadurch sehr fit sind. Das will ich auch machen. Ich komme mit diesem Sport an Orte auf der Welt, wo ich sonst nie und nimmer hingekommen wäre. Und das macht mir großen Spaß.

Life-Hacks für die Festival-Saison

Ikarus

Sommer, (hoffentlich) Sonne, Festivals. Ikarus, Southside, Rock am Ring, Wacken oder Melt! – für jeden Musikgeschmack gibt es mittlerweile das passende Open Air. Was alle vereint: Mehrere Tage Ausnahmezustand und Biwak, Camping bei jedem Wetter. Wir haben für euch einige Tipps zusammengetragen, wie ihr das nächste Festival gut übersteht.

Camping

  • Was auf dem Festival definitiv nicht fehlen darf, ist Klopapier. Feuchte Toilettentücher lassen sich zwischendurch auch zur Katzenwäsche verwenden und verströmen im komfortablen Dixi dazu noch einen Duft, der das Ganze immerhin ein klein wenig angenehmer macht.
  • Unbedingt einpacken, Mädels: Trockenshampoo! Wirkt Wunder. Übrigens auch bei langen Metal-Mähnen, liebe Herren.
  • Seife ist auf dem Festival Mangelware. Abhilfe schafft hier Desinfektions-Gel für die Hände. Das ist auch in handlichen Größen erhältlich.
  • Ein Allround-Talent, das auf jedes Festival mit muss, ist Gaffa-Tape. Auf einem Festival geht so gut wie immer etwas kaputt. Und es gibt nichts, absolut nichts(!), was man mit Gaffa-Tape nicht reparieren kann.
  • Wird gerne vergessen: Putzzeug. Mit einer kleinen Flasche Spüli, Schwamm und Lappen lässt sich nicht nur Geschirr reinigen. Auch sonstige Malheure lassen sich damit einfach beheben.
  • Für sinnvoll ausgegebene 10 Euro bekommt ihr einen Campingstuhl. Ein bisschen Komfort darf man sich schon gönnen…
  • Dixis im Dunkeln sind doof. Taschenlampe (plus Batterien) nicht vergessen!
  • Auch wichtig sind Ohrenstöpsel, denn irgendeiner schnarcht immer. Besonders ärgerlich ist das, wenn es im Zelt nebenan ist.

Auf dem Festivalgelände

  • Der einzige vertretbare Anlass, den guten alten Bauch- oder Brustbeutel aus dem Kleiderschrank zu kramen, sind Festivals. Dort sind die Täschchen absolut praktisch. Alles Wichtige lässt sich sicher im Beutel verstauen und die Hände bleiben frei.
  • Ein nützlicher Klassiker ist der „Tetrabag“: Ein mit einem Schultergurt aus Gaffa (siehe oben) modifizierter, leerer Tetrabag lässt sich zum tragbaren Getränkebehältnis umfunktionieren. Damit kommt ihr auch aufs Festival-Gelände, wo mitgebrachte Dosen und Flaschen ja bekanntermaßen verboten sind.

Überleben

  • Ein Feuerzeug am Ski-Zip befestigt ist ein absoluter Insider-Tipp. So geht es nicht verloren.
  • Wer auch auf dem Festival nicht ohne Handy kann, für den gibt es Solar-Power-Banks zum Akku-Aufladen. Kabel nicht vergessen!
  • Die Festival-Apotheke: Ibus und Immodium, Fenistil bei Sonnenbrand, Kohletabletten für… naja, das andere halt…

Mario Harter (28) aus Lindenberg kommentiert EM-Spiele für Blinde

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Mario Harter ist Blindenreporter. Er beschreibt das Spiel für diejenigen, die nicht mit eigenen Augen sehen können, was auf dem Platz passiert. Der Westallgäuer unterstützt damit ehrenamtlich die Aktion Mensch, die bei dieser EM erstmals ein „fast barrierefreies“ Public Viewing organisiert. Das berichtet die Allgäuer Zeitung.

Mario Harter ist Sportjournalist und arbeitet hauptberuflich bei Sky. Nebenbei ist er schon länger ehrenamtlich als Blindenreporter im Einsatz und kommentiert zusammen mit drei früheren Studienkollegen die Heimspiele des FC Bayern und des TSV 1860 in der Allianz-Arena.

Das Prinzip ist einfach: Blinde Fußballfans sitzen ausgestattet mit Kopfhörern und drahtlosen Empfängern inmitten der sehenden Fans, erspüren und erfühlen die Atmosphäre im Stadion – und haben dabei eine spezielle Live-Schilderung im Ohr. Beispielsweise von Mario Harter.